Mehltau: Der weiße Schrecken im Garten
Der Anblick von Pflanzen, deren Blätter von einem puderweißen Belag überzogen sind, lässt das Herz vieler Gärtner höherschlagen – leider nicht vor Freude, sondern aus Sorge. Dieser unschöne Anblick ist oft ein klares Zeichen für Mehltau, eine der häufigsten und hartnäckigsten Pflanzenkrankheiten, die unsere grünen Schätze befallen können. Ob Rosen, Gurken, Zucchini oder Obstbäume – kaum eine Pflanze ist vor den winzigen Sporen dieses Pilzes sicher. Doch keine Panik: Mit dem richtigen Wissen und gezielten Maßnahmen lässt sich Mehltau effektiv Mehltau Spritzmittel bekämpfen und Ihre Pflanzen können wieder zu voller Pracht erblühen. Es ist entscheidend, frühzeitig zu handeln und nicht nur die Symptome zu behandeln, sondern auch die Ursachen zu verstehen und präventive Schritte zu unternehmen, um zukünftigem Befall vorzubeugen.
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Die gute Nachricht ist, dass es eine Vielzahl von Strategien gibt, um diesem hartnäckigen Pilz zu Leibe zu rücken. Von bewährten Hausmitteln über biologische Ansätze bis hin zu effektiven Pflanzenschutzmitteln – für jede Situation und jeden Gärtnertyp gibt es passende Lösungen. Ein wichtiger erster Schritt ist dabei immer die Stärkung der Pflanzen selbst, beispielsweise durch den Einsatz von biologischen Pflanzenschutz-Produkten, die die natürliche Widerstandsfähigkeit fördern. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Mehltau erkennen, welche Bedingungen ihn begünstigen und welche Schritte Sie unternehmen können, um Ihre Pflanzen zu retten und langfristig gesund zu halten.
Mehltau erkennen: Die ersten Anzeichen richtig deuten
Bevor wir uns der Bekämpfung widmen, ist es unerlässlich, Mehltau sicher zu identifizieren. Es gibt hauptsächlich zwei Arten, die in unseren Gärten auftreten: den Echten Mehltau und den Falschen Mehltau. Obwohl beide Pilzkrankheiten sind, unterscheiden sie sich in ihren Symptomen und bevorzugten Bedingungen, was für die Wahl der richtigen Bekämpfungsstrategie entscheidend ist.
Der Echte Mehltau, oft auch als „Schönwetterpilz“ bezeichnet, zeigt sich durch einen charakteristischen, puderzuckerartigen, weißen Belag, der sich vorwiegend auf der Oberseite der Blätter, aber auch auf Stielen und Blüten bildet. Dieser Belag lässt sich in frühen Stadien oft noch abwischen. Mit fortschreitendem Befall breitet sich der Pilz aus, die Blätter verfärben sich gelblich, werden braun und rollen sich ein, bevor sie schließlich absterben. Echter Mehltau bevorzugt trockene, warme Tage mit kühlen Nächten und eine hohe Luftfeuchtigkeit, die sich als Tau niederschlägt.
Der Falsche Mehltau hingegen befällt primär die Unterseite der Blätter, wo er einen grauen bis violetten, spinnwebenartigen Pilzrasen bildet. Auf der Blattoberseite zeigen sich zunächst gelbliche, später bräunliche Flecken, die oft eckig begrenzt sind und an den Blattadern enden. Im Gegensatz zum Echten Mehltau bevorzugt der Falsche Mehltau feuchte und eher kühlere Bedingungen. Er ist besonders in feuchten Sommern oder bei übermäßiger Bewässerung und schlechter Belüftung aktiv. Das Erkennen dieser feinen Unterschiede ist der erste Schritt zu einer erfolgreichen Behandlung.
Warum Mehltau unsere Pflanzen befällt
Mehltau ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis bestimmter Umweltbedingungen und Pflanzenschwächen. Die Pilzsporen sind nahezu überall in der Luft vorhanden und warten nur auf die passenden Verhältnisse, um sich auf einer Pflanze niederzulassen und auszubreiten. Ein Hauptfaktor ist die Witterung: Echter Mehltau liebt trockene Blätter und hohe Luftfeuchtigkeit, die sich als Tau niederschlägt, während Falscher Mehltau konstant feuchte Blätter und kühlere Temperaturen bevorzugt. Eine unzureichende Luftzirkulation durch zu engen Pflanzenstand oder dichte Bepflanzung schafft zudem ein ideales Mikroklima für die Pilze.
Auch der Standort spielt eine Rolle. Pflanzen, die an ungünstigen Plätzen stehen – beispielsweise im Dauerschatten, obwohl sie Sonne benötigen, oder an zugigen Orten –, sind oft gestresst und anfälliger für Krankheiten. Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Nährstoffversorgung. Ein Mangel an Kalium oder Silizium kann die Zellwände der Pflanzen schwächen und sie leichter angreifbar machen. Eine Überdüngung mit Stickstoff hingegen führt zu weichem, saftigem Pflanzengewebe, das ebenfalls anfälliger für Pilzbefall ist. Schwache Pflanzen, die bereits unter Stress leiden – sei es durch Trockenheit, Schädlingsbefall oder ungünstige Bodenverhältnisse –, haben weniger Abwehrkräfte gegen Pilzinfektionen.
Prävention ist der beste Schutz
Der beste Weg, Mehltau zu vermeiden, ist, ihm gar keine Chance zur Ansiedlung zu geben. Dies beginnt bereits bei der Sortenwahl. Achten Sie beim Kauf von Saatgut oder Jungpflanzen auf Sorten, die als resistent oder tolerant gegenüber Mehltau ausgewiesen sind. Ein ausreichender Pflanzabstand ist ebenfalls essenziell, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten und die Blätter nach Regen oder Bewässerung schnell abtrocknen zu lassen. Vermeiden Sie das Gießen über die Blätter, insbesondere am Abend, um Blattfeuchte über Nacht zu reduzieren. Stattdessen sollten Sie direkt den Wurzelbereich bewässern.
Eine ausgewogene Nährstoffversorgung stärkt die Pflanzen von innen heraus. Verwenden Sie einen organischen Pflanzendünger, der alle wichtigen Spurenelemente enthält und die Pflanzen nicht übermäßig mit Stickstoff versorgt. Eine regelmäßige Kontrolle der Pflanzen auf erste Anzeichen von Mehltau ermöglicht ein schnelles Eingreifen, bevor sich der Pilz großflächig ausbreiten kann. Auch eine gute Bodenstruktur, die Staunässe verhindert, ist wichtig, da nasse Füße die Pflanzen schwächen und anfälliger machen.
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Mehltau bekämpfen: Effektive Strategien für Ihren Garten
Hat sich der Mehltau erst einmal festgesetzt, ist schnelles und konsequentes Handeln gefragt. Je früher Sie mit der Bekämpfung beginnen, desto größer sind die Chancen, Ihre Pflanzen vollständig zu retten und eine Ausbreitung auf andere Pflanzen zu verhindern. Die Strategien reichen von mechanischer Entfernung über bewährte Hausmittel bis hin zu speziellen Pflanzenschutzmitteln.
Biologische und Hausmittel gegen Mehltau
Bei leichtem Befall oder als vorbeugende Maßnahme können oft schon einfache Hausmittel und biologische Methoden helfen. Eine der bekanntesten und wirksamsten Methoden ist die Milch-Wasser-Mischung. Mischen Sie Frischmilch (Vollmilch oder Magermilch) im Verhältnis 1:8 oder 1:9 mit Wasser und sprühen Sie diese Lösung regelmäßig auf die befallenen Pflanzen. Die Mikroorganismen in der Milch wirken pilzhemmend, und das Lecithin stärkt die Pflanzen. Wiederholen Sie die Anwendung alle paar Tage, insbesondere nach Regen.
Auch eine Backpulverlösung kann effektiv sein. Lösen Sie einen Teelöffel Backpulver und etwas Rapsöl oder Schmierseife in einem Liter Wasser auf und besprühen Sie die Pflanzen damit. Das Backpulver verändert den pH-Wert auf der Blattoberfläche und macht es dem Pilz schwer, sich zu entwickeln. Eine weitere Option ist ein Knoblauchsud, dessen schwefelhaltige Verbindungen ebenfalls eine fungizide Wirkung haben. Unabhängig vom gewählten Mittel ist eine gute Gartenspritze für die gleichmäßige Ausbringung unerlässlich.
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Zusätzlich zur Anwendung von Spritzmitteln sollten Sie befallene Blätter und Pflanzenteile sorgfältig entfernen. Achten Sie dabei darauf, dass die Sporen nicht auf andere Pflanzen gelangen. Entsorgen Sie das Schnittgut nicht auf dem Kompost, sondern im Hausmüll. Tragen Sie dabei immer schnittfeste Gartenhandschuhe, um Ihre Hände zu schützen und die Verbreitung von Sporen zu minimieren.
Pflanzenschutzmittel als letzte Option
Bei starkem Befall oder wenn biologische Mittel keine ausreichende Wirkung zeigen, kann der Einsatz von speziellen Pflanzenschutzmitteln notwendig sein. Im Handel sind verschiedene Produkte erhältlich, die entweder auf Kontaktbasis wirken (d.h. sie töten den Pilz bei direktem Kontakt ab) oder systemisch sind (d.h. sie werden von der Pflanze aufgenommen und bekämpfen den Pilz von innen). Achten Sie bei der Auswahl auf Produkte, die für den ökologischen Landbau zugelassen sind, wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen.
Lesen Sie unbedingt die Herstellerangaben genau durch und halten Sie sich an die empfohlenen Dosierungen und Anwendungszeitpunkte. Eine Überdosierung schadet nicht nur der Umwelt, sondern kann auch den Pflanzen selbst schaden. Wichtig ist auch, die Behandlung regelmäßig zu wiederholen, da Pilze oft mehrere Generationen durchlaufen und neue Sporen sich schnell entwickeln können. Ein gezielter Einsatz ist hier entscheidend, um die Belastung für die Umwelt und andere Lebewesen im Garten so gering wie möglich zu halten.
Nach der Bekämpfung: Pflanzen stärken und schützen
Nachdem Sie den akuten Mehltau-Befall erfolgreich bekämpft haben, ist die Arbeit noch nicht getan. Jetzt geht es darum, Ihre Pflanzen zu stärken und sie widerstandsfähiger gegen zukünftige Infektionen zu machen. Eine gesunde Pflanze mit starken Abwehrkräften ist die beste Prävention gegen alle Arten von Pflanzenkrankheiten Pilze.
Achten Sie weiterhin auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Eine Bodenanalyse kann Ihnen Aufschluss über eventuelle Mängel geben und Ihnen helfen, gezielt zu düngen. Produkte, die Silizium enthalten, können die Zellwände der Pflanzen stärken und sie robuster gegenüber Pilzsporen machen. Auch regelmäßige Anwendungen von Pflanzenstärkungsmitteln auf Basis von Ackerschachtelhalm oder Algenextrakten können die Widerstandsfähigkeit verbessern.
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Sorgen Sie für eine gute Gartenhygiene. Entfernen Sie regelmäßig Falllaub und andere Pflanzenreste, in denen Pilzsporen überwintern könnten. Eine gute Belüftung der Beete und ein ausreichender Pflanzabstand bleiben auch nach einem Befall wichtig. Überprüfen Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf neue Anzeichen von Mehltau, insbesondere in feuchten oder schwülen Perioden. Durch diese kontinuierliche Pflege und Aufmerksamkeit können Sie sicherstellen, dass Ihr Garten dauerhaft gesund und vital bleibt und Sie lange Freude an Ihren grünen Oasen haben.
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Häufig gestellte Fragen
Was ist Mehltau und wie erkenne ich ihn an meinen Pflanzen?
Mehltau ist eine weit verbreitete Pilzkrankheit, die Pflanzen befällt und sich durch einen charakteristischen weißen, pudrigen Belag auf Blättern, Stielen und Blüten manifestiert. Dieser Belag sieht aus, als wären die Pflanzen mit Mehl bestäubt worden. Es gibt zwei Hauptformen: den Echten Mehltau (Oberflächenmehltau), der sich meist auf der Blattoberseite bildet und leicht abgewischt werden kann, und den Falschen Mehltau (Unterseitenmehltau), der sich vorwiegend auf der Blattunterseite zeigt und oft gelbliche oder bräunliche Flecken auf der Oberseite verursacht. Unbehandelt kann Mehltau die Photosynthese der Pflanze beeinträchtigen, ihr Wachstum hemmen und im schlimmsten Fall zum Absterben führen. Ein frühzeitiges Erkennen ist entscheidend, um schnell handeln und Ihre Pflanzen retten zu können. Achten Sie besonders auf neue Triebe und junge Blätter, da diese oft zuerst betroffen sind. Bei einem Verdacht sollten Sie die befallenen Pflanzenteile genau inspizieren und bei Bedarf schnell geeignete Pflanzenschutzmittel gegen Pilze anwenden.
Welche Pflanzen sind besonders anfällig für Mehltau und wie kann ich sie schützen?
Mehltau kann eine Vielzahl von Pflanzen befallen, aber einige sind besonders anfällig. Dazu gehören häufig Rosen, Gurken, Zucchini, Kürbisse, Äpfel, Erdbeeren, Weinreben sowie bestimmte Zierpflanzen wie Astern und Phlox. Die Anfälligkeit hängt oft von der Witterung ab; feucht-warme Bedingungen begünstigen das Wachstum von Echtem Mehltau, während Falscher Mehltau eher kühle Nässe bevorzugt. Um Ihre anfälligen Pflanzen zu schützen, ist eine Kombination aus präventiven Maßnahmen und gezielter Behandlung wichtig. Sorgen Sie für ausreichenden Pflanzabstand, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten, und wählen Sie möglichst resistente Sorten. Eine ausgewogene Nährstoffversorgung durch spezielle Pflanzendünger kann die Pflanzen stärken. Bei ersten Anzeichen können Sie zu biologischen Spritzmitteln greifen, die auf natürlichen Wirkstoffen basieren und effektiv gegen den Pilzbefall vorgehen, ohne die Umwelt unnötig zu belasten. Regelmäßige Kontrollen helfen, einen Befall frühzeitig zu erkennen und einzudämmen.
Wie kann ich Mehltau biologisch und umweltfreundlich bekämpfen?
Die biologische Bekämpfung von Mehltau setzt auf umweltfreundliche Methoden und Produkte, die die Natur und nützliche Insekten schonen. Ein bewährtes Hausmittel ist eine Mischung aus Milch und Wasser (im Verhältnis 1:8), die auf die befallenen Blätter gesprüht wird. Die Mikroorganismen in der Milch wirken pilzhemmend. Ebenso effektiv sind Spritzmittel auf der Basis von Backpulver (Natron) oder Kaliumbicarbonat, die den pH-Wert auf den Blättern erhöhen und somit ein ungünstiges Milieu für den Pilz schaffen. Für eine stärkere Wirkung gibt es spezielle biologische Fungizide, die oft Wirkstoffe wie Kupfer oder Schwefel enthalten. Diese natürlichen Substanzen sind für viele Pflanzen gut verträglich und wirken zuverlässig gegen Mehltau. Wichtig ist die konsequente Anwendung, besonders nach Regenfällen oder bei hoher Luftfeuchtigkeit, um den Pilz dauerhaft in Schach zu halten. Entfernen Sie außerdem befallene Pflanzenteile sofort, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern und entsorgen Sie diese nicht auf dem Kompost.
Welche Spritzmittel sind am effektivsten, um Mehltau an verschiedenen Pflanzenarten zu bekämpfen?
Für eine effektive Bekämpfung von Mehltau stehen verschiedene Spritzmittel zur Verfügung, die je nach Befallsstärke und Pflanzenart ausgewählt werden sollten. Produkte auf Basis von Kupfer und Schwefel sind sehr wirksam gegen verschiedene Pilzkrankheiten, einschließlich Mehltau, und können sowohl vorbeugend als auch bei akutem Befall eingesetzt werden. Sie sind oft auch für den biologischen Gartenbau zugelassen. Für Zierpflanzen wie Rosen gibt es spezielle Rosen-Pilzmittel, die oft systemisch wirken, das heißt, der Wirkstoff wird von der Pflanze aufgenommen und schützt sie von innen heraus. Universal-Pilzfrei-Produkte, die für Zierpflanzen, Gemüse und Kräuter geeignet sind, bieten eine breite Wirkung und sind praktisch für den vielseitigen Einsatz im Garten. Achten Sie beim Kauf auf die genaue Produktbeschreibung und die Anwendungsbereiche, um das passende Mittel für Ihre spezifischen Pflanzen und den jeweiligen Mehltau-Typ zu finden. Eine regelmäßige Anwendung gemäß Herstellerangaben ist entscheidend für den Erfolg.
Wie wende ich Spritzmittel gegen Mehltau richtig an, um optimale Ergebnisse zu erzielen?
Die korrekte Anwendung von Spritzmitteln ist entscheidend für deren Wirksamkeit und die Gesundheit Ihrer Pflanzen. Zunächst sollten Sie die Gebrauchsanweisung des jeweiligen Produkts genau lesen und die empfohlene Dosierung einhalten. Tragen Sie beim Mischen und Sprühen immer geeignete Garten-Arbeitshandschuhe, um Hautkontakt zu vermeiden. Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie die Pflanzen gründlich von allen Seiten benetzen, insbesondere die Blattunterseiten, wo sich Pilzsporen gerne ansiedeln. Idealerweise sprühen Sie früh morgens oder am späten Abend, wenn die Sonne nicht mehr so intensiv ist und kein starker Wind weht, um ein Abtropfen oder Verwehen zu minimieren. Wiederholen Sie die Anwendung in den vom Hersteller angegebenen Intervallen, um den Lebenszyklus des Pilzes effektiv zu unterbrechen. Bei der Anwendung können Ihnen praktische Gartensprüher mit Akku oder manuelle Drucksprüher helfen, das Mittel gleichmäßig und effizient zu verteilen, auch an schwer erreichbaren Stellen.
Welche präventiven Maßnahmen kann ich ergreifen, um Mehltau vorzubeugen?
Prävention ist der beste Schutz gegen Mehltau. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist die Wahl resistenter Pflanzensorten, die weniger anfällig für Pilzbefall sind. Achten Sie beim Pflanzen auf ausreichende Abstände, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Dies hilft, die Blätter schnell abzutrocknen und die Bildung eines feuchten Milieus zu verhindern, das Pilze lieben. Gießen Sie Ihre Pflanzen immer am Wurzelbereich und vermeiden Sie es, die Blätter unnötig nass zu machen, besonders am Abend. Eine ausgewogene Düngung stärkt die Abwehrkräfte der Pflanzen. Vermeiden Sie übermäßige Stickstoffgaben, da diese zu weichen, anfälligen Trieben führen können. Stattdessen sind Kalium- und Phosphorbetonte Dünger vorteilhaft. Kontrollieren Sie Ihre Pflanzen regelmäßig auf erste Anzeichen von Mehltau und entfernen Sie befallene Blätter sofort. Eine gute Gartenhygiene, wie das Entfernen von Pflanzenresten im Herbst, reduziert ebenfalls das Risiko eines erneuten Befalls. Starke, gesunde Pflanzen sind am besten gerüstet, um Krankheiten abzuwehren.
Welche Rolle spielt die Bodenqualität bei der Mehltau-Prävention und wie kann ich sie optimieren?
Die Bodenqualität spielt eine entscheidende Rolle für die allgemeine Gesundheit und Widerstandsfähigkeit von Pflanzen, was sich indirekt auch auf die Prävention von Mehltau auswirkt. Ein gut strukturierter, nährstoffreicher und gut durchlüfteter Boden fördert ein kräftiges Wurzelwachstum und eine optimale Nährstoffaufnahme. Ein ausgeglichener pH-Wert im Boden ist ebenfalls wichtig, da er die Verfügbarkeit von Nährstoffen beeinflusst. Ein zu saurer oder zu alkalischer Boden kann zu Mangelerscheinungen führen, die die Pflanze schwächen und anfälliger für Krankheiten machen. Sie können die Bodenqualität durch die Einarbeitung von Kompost oder organischem Humindünger verbessern. Regelmäßige Bodentests mit einem Bodenmessgerät können Ihnen helfen, den pH-Wert und den Nährstoffgehalt zu überwachen und gezielt Maßnahmen zur Optimierung zu ergreifen. Eine gesunde Bodengrundlage fördert starke Pflanzen, die von Natur aus widerstandsfähiger gegen Pilzbefall sind.
Sind Schutzhandschuhe bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln notwendig und welche Art ist empfehlenswert?
Ja, das Tragen von Schutzhandschuhen ist bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln, einschließlich solcher gegen Mehltau, dringend zu empfehlen. Sie dienen dem Schutz Ihrer Haut vor direktem Kontakt mit den Substanzen, die Reizungen, allergische Reaktionen oder andere gesundheitliche Probleme verursachen können. Auch wenn viele moderne Produkte als "biologisch" oder "umweltfreundlich" beworben werden, sollten Sie stets Vorsichtsmaßnahmen treffen. Für Gartenarbeiten und den Umgang mit Spritzmitteln eignen sich besonders Nitril-beschichtete Arbeitshandschuhe. Diese bieten eine gute Beständigkeit gegen viele Chemikalien, sind gleichzeitig atmungsaktiv und ermöglichen ein feinfühliges Arbeiten. Achten Sie auf eine gute Passform und eine ausreichende Länge, um auch die Handgelenke zu schützen. Nach der Anwendung sollten die Handschuhe gründlich gereinigt oder, falls es sich um Einweghandschuhe handelt, fachgerecht entsorgt werden, um eine Kontamination zu vermeiden. Sicherheit geht immer vor, wenn es um den Umgang mit Gartenchemikalien geht.